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Langsam Lesen. Pures Sein.

Die instabile Schulter

Autorenbild: Anna Maria Brandl
Anna Maria Brandl
28. Sept.
1 Min. Lesezeit


💪🏽Eine bewegliche Schulter bedeutet nicht automatisch eine instabile Schulter. Entscheidend ist, ob die aktive Stabilisierung des Gelenks funktioniert.

🎯 Ziele der Rehabilitation:

• Rotatorenmanschette kräftigen

• Schulterblatt stabilisieren

• Propriozeption & Gelenkgefühl verbessern

• neuromuskuläre Kontrolle trainieren

• Kraftausdauer und dynamische Stabilität aufbauen

• anschließend sportartspezifisch belasten


🔹 Typische Übungen:

Außen-/Innenrotation, Scaption, Rudern, Serratus-Übungen, Wall Slides, Push-up Plus, Closed-Chain-Übungen, Rhythmic Stabilization und progressive Perturbation.


📚 Was sagt die Forschung?

Eine randomisierte Studie mit 56 Patienten zeigte, dass ein 12-wöchiges, physiotherapeutisch betreutes neuromuskuläres Programm (SINEX) bei traumatischer anteriorer Schulterluxation bessere funktionelle Ergebnisse erzielte als konventionelle Heimübungen (HOMEX).

Bereits Burkhead & Rockwood (1992) zeigten, dass gezieltes Muskeltraining besonders bei atraumatischer Schulterinstabilität erfolgreich sein kann: 80 % der untersuchten Schultern mit atraumatischer Subluxation erzielten ein gutes oder sehr gutes Ergebnis. Bei traumatischer Subluxation waren es dagegen nur 16 % – ein wichtiger Hinweis darauf, dass die Ursache der Instabilität entscheidend ist.

👉 Kurz gesagt: Eine stabile Schulter braucht nicht nur mehr Kraft – sie muss lernen, Kraft im richtigen Moment und in der richtigen Position einzusetzen. Bei wiederholten Subluxationen/Luxationen, Labrumverletzungen oder deutlicher Instabilität sollte die Schulter orthopädisch abgeklärt werden.

Quellen: Burkhead & Rockwood, JBJS, 1992.Warby et al., Am J Sports Med, 2020 – SINEX vs. HOMEX. Wilk et al., N Am J Sports Phys Ther, 2006.Nonoperative & postoperative rehabilitation for glenohumeral instability, 2013.



 
 
 

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